Ressourcen der Städte in Afrika sichern

Strategien zur nachhaltigen Stadtentwicklung im Afrika südlich der Sahara will das Forschungsprojekt Risikoanalyse und Anpassungsstrategien für nachhaltige Ressourcenversorgung in Subsahara Städten (RARSUS) entwickeln. Es geht um die Versorgung der Städte mit Schlüsselressourcen wie Wasser, Energie und Lebensmitteln, die Anpassung an den Klimawandel und das rasante Bevölkerungswachstum.

„Um eine nachhaltige Stadtentwicklung in der Region zu gewährleisten, ist es wichtig zu verstehen, welche Elemente der städtischen Versorgungskette besonders gefährdet sind“, sagt RARSUS-Projektleiter und Verbundkoordinator Ramchandra Bhandari von der Technischen Hochschule Köln. „Dazu wird jetzt ein Pilotprojekt zur Erforschung bedeutender Versorgungssysteme in städtischen und halbstädtischen Gebieten Afrikas eingerichtet, in das alle relevanten Interessengruppen und Akteure aus Verwaltung, Industrie und Zivilgesellschaft einbezogen werden.“

Zum Projektende sollen Forschungsergebnisse zur effizienten Nutzung von Ressourcen in städtischen Gebieten und digitale Lehrmaterialien für erneuerbare Energien und Ressourcenmanagement vorliegen. Die Lehrmaterialien sollen Hochschulen weltweit zur Verfügung stehen. Die Projektpartner entwickeln außerdem ein Curriculum für einen Masterstudiengang „Energy and Climate Change“, der an der Abdou Moumouni University in Niamey (Niger) angeboten werden soll.

Im April sind zwei Studierende des Instituts für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) der TH Köln nach Niger zu Feldforschungen für ihre Masterarbeiten gereist. Ein  Masterstudent des ITT wird in der Nähe der Hauptstadt Niamey drei Monate zum Thema „Dezentrales Energieversorgungssystem in einem kleinen Dorf“ forschen. Ein aus Bangladesch stammender ITT-Student forscht in Niamey für seine Masterarbeit zu „Energieplanentwicklung – Modellierung für die Energieversorgung in Niger“.

Prjektbeteiligte sind:

  • Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn
  • Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) der United Nations University
  • Abdou Moumouni University of Niamey in Niger
  • Institute of Water and Energy Sciences (PAUWES) der Pan African University in Tlemcen in Algerien (PAU)
  • Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt als Projektträger
  • DAAD (Programmbetreuung der postgradualen Aus- und Fortbildung)