Verglichen mit dem Strom- und dem Wärmesektor besteht im Bereich Mobilität noch der größte Anteil fossiler Energie. Die Stadt Augsburg will daran etwas ändern und hat ihre gesamte Busflotte auf Biomethan umgestellt. Dafür hat die Agentur für Erneuerbare Energien die Stadt als herausragendes Leuchtturmprojekt und Energie-Kommune ausgezeichnet.

Bereits seit 1995 haben die Stadtwerke Augsburg ihre Busflotte auf Erdgas umgerüstet. Dieser Prozess war 2010 abgeschlossen. Seit 2011 betreibt die drittgrößte Stadt Bayerns ihre Busse mit Biomethan aus agrarischen Abfällen statt mit konventionellem Erdgas.

2016 wurden dann noch einmal 23 Busse beschafft, die dank eines neu entwickelten Motors im Vergleich zu den anderen Motortypen deutlich bessere Abgaswerte aufweisen. Damit auch die privaten Autos von den Erfahrungen und der Technik im Bereich Biomethan profitieren können, bieten die Stadtwerke diesen Energieträger an vier eigenen Erdgas-Tankstellen an.

„Die Biomethan-Busse unserer Stadtwerke helfen uns dabei, unsere lokalen Klimaschutzziele zu erreichen und leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung“, sagt Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl. „Der Ausstoß von CO2 und Stickoxiden ist deutlich geringer als bei herkömmlichen Antrieben und Feinstaub spielt fast gar keine Rolle“, so Gribl. „Und für das von uns verwendete Biomethan entfällt auch das Thema Flächenkonkurrenz, da es ausschließlich aus agrarischen Reststoffen hergestellt wird“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Walter Casazza.

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