Für eine kritische Beurteilung der Energiewende hat der Berliner Innovationskreis den Elektroingenieur und Soziologen Benjamin Jargstorf zu einer Veranstaltung am 9. Juni eingeladen. Für Jargstorf ist die Energiewende bisher allenfalls eine kleine Stromwende. In seinem Vortrag wird er darstellen, wie eine konsequent verfolgte Energiewende eine „Große Transformation“ (Karl Polanyi 1944) in Gesellschaft und Wirtschaft möglich macht.

Benjamin Jargstorf gehe es nur vordergründig um die technischen Errungenschaften der Energiewende, schreibt der Innovationskreis in seiner Einladung. Sie eröffne vielmehr die Möglichkeit zu einem Paradigmenwechsel, der alle Aspekte des menschlichen Lebens betrifft. Jargstorfs Hypothese ist, dass es nie mehr so wie früher werden wird, also im „goldenen Zeitalter“ des Kapitalismus nach 1950 bis zu den Ölpreis- und Finanzkrisen. Sondern es sei eine umfassende Transformation notwendig, damit der Klimawandel das Leben auf der Erde nicht zur Hölle macht.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 9. Juni um 19 in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, Wallstr. 32/Gebäude B (U-Bahn Märkisches Museum).