Im Rahmen einer internationalen zweitägigen Konferenz in Berlin wird heute das Internationale Kompetenzzentrum für Nachhaltige Chemie (ISC3) eröffnet. Die Gründung des Kompetenzzentrums geht auf eine Initiative des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA) zurück. Was nachhaltige Chemie ist, beschreibt das UBA auf seiner Website.

Das Zentrum soll in der Chemie weltweit neues Denken, Innovationen, Kooperationen und Geschäftsmodelle anstoßen, um dem Konzept der nachhaltigen Chemie weltweit zum Durchbruch zu verhelfen, die Kreislaufwirtschaft voranzubringen und eine nachhaltige Ressourcennutzung zu bewirken.

„Die Chemie steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: im Grunde genommen muss sie sich neu erfinden, um den Weg in die Kreislaufwirtschaft zu gehen. Dabei entstehen neue Geschäftschancen, neue Arbeitsplätze und die UN Nachhaltigkeitsziele können überall erreicht werden“, sagt Friedrich Barth, Managing Director des ISC3.

Das Zentrum betreibt eine Wissensplattform, ein Experten-Netzwerk, bietet vor allem für Entwicklungsländer Trainings und Unterstützung bei der Implementierung an, betreibt „Innovation-Scouting“ für neue Technologien, neue Verfahren und neue Geschäftsmodelle.

Träger wird die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH sein. Ferner ist beabsichtigt, ein wissenschaftliches Zentrum, den „ISC3 Research Hub“, bei der Leuphana Universität in Lüneburg einzurichten sowie ein Innovationszentrum, den „ISC3 Innovation Hub“, bei der Dechema in Frankfurt.