An Land produzierter Windstrom wird in den nächsten Jahren voraussichtlich weiterhin günstiger werden. Eine Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende kommt zu dem Ergebnis, dass die Vollkosten an hervorragenden Standorten in Deutschland auf 3 bis 4,5 Cent pro Kilowattstunde sinken könnten – das wäre nochmals ein deutlicher Rückgang gegenüber den 5,25 bis 5,78 Cent pro Kilowattstunde, die heute bei der ersten deutschen Auktion für Windstrom an Land erreicht wurden.

An exzellenten Standorten weltweit werden bereits heute Stromgestehungskosten von 2,7 bis 3,4 Cent pro Kilowattstunde erreicht – so etwa in Marokko, Peru und Mexiko. Windstrom zählt damit zu den günstigsten Energieträgern überhaupt.

Möglich wird diese Entwicklung durch ein weiteres Wachstum der Leistung und Rotorblattflächen – die dadurch möglichen Mehrerträge übersteigen die Kosten dafür bei weitem, heißt es in der Analyse. Kostenreduktionen seien auch bei den Pachtpreisen und den Wartungskosten möglich, die in Deutschland deutlich höher als im internationalen Durchschnitt liegen.

„Technologisch ist die Entwicklung bei den Windkraftanlagen noch längst nicht ausgereizt“, sagt Matthias Deutsch, Co-Autor der Analyse „Future Cost of Onshore Wind“.  „So, wie wir bei Solarenergie und Wind Offshore deutliche Kostenreduktionen durch den Wettbewerb bei den Ausschreibungen gesehen haben, sind diese auch im Bereich Wind Onshore möglich.“